Montageanleitung

So spannt ihr euer Bild auf

Das Bild ist trocken, der Keilrahmen liegt im Karton, und jetzt kommt beides zusammen. Ein Nachmittag reicht. Zuerst das Video — vierzig Sekunden, von der ausgerollten Leinwand bis zum Nagel in der Wand. Darunter dieselben neun Schritte zum Nachlesen.

Die ganze Montage in 43 SekundenVon der ausgerollten Leinwand bis zum Bild an der Wand.

Was ihr braucht

Aus dem Karton

  • Vier Rahmenleisten und die Querstrebe
  • Tacker mit Klammern
  • Ein Tütchen Keile
  • Zwei Aufhänger

Aus dem Haushalt

  • Ein Buch — oder irgendetwas mit einem sicheren rechten Winkel
  • Eine Schere zum Zuschneiden der Leinwand
  • Einen Hammer für die Aufhänger
  • Platz auf dem Boden für den 120 × 90 cm großen Rahmen

Neun Schritte

Dieselbe Reihenfolge wie auf dem Blatt im Karton

  1. Vier Rahmenleisten zu einem Rechteck gesteckt, die Querstrebe wird diagonal in die Mitte geschoben

    Rahmen zusammenstecken

    Die Leisten greifen über Nut und Feder ineinander, immer bis zum Anschlag. Ohne Leim, ohne Klammern. Zum Schluss die Querstrebe in die Mitte schieben.

  2. Ein Buch liegt an einer Rahmenecke an, daneben die Angabe 90 Grad

    Winkel prüfen

    Jede Ecke muss genau 90° haben. Legt ein Buch von innen an die Ecke. Bleibt ein Spalt, drückt die Leisten weiter zusammen.

  3. Die bemalte Leinwand liegt mit der Farbseite nach unten, der Rahmen darauf

    Leinwand ausbreiten

    Bemalte Seite nach unten, auf den Boden. Die Leinwand misst 160 × 100 cm, der Rahmen 120 × 90 — lasst rundum etwa 5 cm zum Umschlagen stehen und schneidet den Rest ab.

  4. Der Rahmen liegt mittig auf der Leinwand, Querstrebe nach oben

    Rahmen ausrichten

    Legt ihn mit der Querstrebe nach oben auf die Leinwand und zentriert ihn. Hier legt ihr den Bildausschnitt fest — an der Wand bleibt nur, was innerhalb des Rahmens liegt.

  5. Rahmen mit umgeschlagener Leinwand und Zugpfeilen von allen vier Seiten

    Seiten tackern

    Erst je eine Klammer in die Mitte jeder Seite, abwechselnd gegenüberliegend. Dann rundum alle 3–5 cm, und bei jeder Klammer die Leinwand nachspannen.

  6. Eine Leinwandecke ist auf der Rahmenrückseite zu einem Dreieck gefaltet

    Ecken falten

    Den Überstand flach auf eine Seite legen — so, wie man Geschenkpapier umschlägt.

  7. Eine Hand setzt mit dem Tacker eine Klammer in die gefaltete Leinwandecke

    Ecken tackern

    Gefaltete Ecke festhalten und eine Klammer hineinsetzen. Erst jetzt, nicht früher — eine vor den Seiten getackerte Ecke lässt sich nicht mehr korrigieren.

  8. Ein Keil wird von hinten in eine Rahmenecke geschoben

    Keile liegen lassen

    Im Tütchen. Sie kommen erst zum Einsatz, wenn die Leinwand nach ein paar Monaten an Spannung verliert. Schlagt dann alle acht Keile gleichmäßig und nur millimeterweise ein. Sofort eingeschlagen ist die ganze Spannreserve am ersten Tag verbraucht.

  9. Zwei Aufhänger werden in die obere Rahmenleiste geschlagen

    Aufhänger einschlagen

    In die obere Leiste, etwa 15 cm von jeder Ecke entfernt. Die Zacken treibt der Hammer ins Holz. Das Bild hängt dann an zwei Nägeln — fertig.

Die ganze Anleitung auf einem Blatt

Dasselbe Blatt, das mit dem Set gekommen ist. Falls es verloren gegangen ist: in voller Größe öffnen und ausdrucken, es ist ein normales A4-Blatt.

Das Blatt ist auf Polnisch bedruckt — die Zeichnungen zeigen dieselben neun Schritte wie oben.

Anleitung zum Aufspannen — neun Schritte mit Zeichnungen auf einem A4-BlattIn voller Größe öffnen

Rahmen-Set für euer Bild

Anschauen, was im Set steckt

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Ja, und das ist so geplant. Die Leinwand misst 160 × 100 cm, der Rahmen 120 × 90 — die Differenz ist der Überstand, der um die Kante nach hinten geschlagen und dort getackert wird. Lasst rundum etwa 5 cm stehen und schneidet den Rest ab. An der langen Seite bleibt mehr übrig als nötig, also entscheidet ihr, welcher Teil des Bildes an der Wand landet.
Nein. Die Ecken halten über Nut und Feder, das Ganze hält die Spannung der Leinwand. Leim würde die Ecke für immer blockieren — und der Rahmen muss verstellbar bleiben, sonst nützen die Keile nichts.
Sie sind die Spannreserve für später. Holz und Leinwand arbeiten mit der Luftfeuchtigkeit, und nach ein paar Monaten kann die Leinwand an Spannung verlieren. Dann treiben die Keile die Ecken um Bruchteile eines Millimeters auseinander und alles sitzt wieder stramm. Am ersten Tag eingeschlagen ist diese Reserve weg, und ein zweites Mal gibt es nicht.
Das lässt sich reparieren. Zieht die Klammern dieser einen Seite heraus, spannt die Leinwand von der Mitte nach außen und tackert erneut alle 3–5 cm. Wellen kommen fast immer daher, dass eine Seite komplett fertig getackert wurde, bevor die anderen dran waren — deshalb geht Schritt 5 abwechselnd über gegenüberliegende Seiten.
Ein Nachmittag, zu zweit weniger — das Tackern selbst dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Die meiste Zeit geht für den Bildausschnitt in Schritt 4 drauf, weil das die einzige Entscheidung ist, die sich danach nicht mehr zurücknehmen lässt.
Auf dem Boden. Plant genug Platz für den 120 × 90 cm großen Rahmen ein, damit die ganze Leinwand flach liegen kann. Legt etwas unter, wenn keine Klammern im Teppich landen sollen.